Tegel offen halten – nicht mit mir!

Derzeit werden in der Stadt Unterschriften für den Weiterbetrieb von TXL gesammelt. Die Reinickendorfer SPD bleibt verlässlich in ihrer Haltung. Wir haben versprochen, dass der Flugbetrieb in Tegel beendet wird, sobald der BER seinen Betrieb aufgenommen hat. Die Bewohner von Reinickendorf Ost und West leiden seit Jahrzehnten unter dem Fluglärm – damit muss nun alsbald Schluss sein. Wir gehen davon aus, dass im 1. Halbjahr 2018 endlich der Flugbetrieb am BER aufgenommen werden kann und kurze Zeit später Tegel geschlossen wird.

Bereits im Jahr 2010 hatte eine Arbeits-Gruppe der SPD Reinickendorf unter Leitung von Bezirksstadtrat a. D., Rainer Hampel, für die Nachnutzung des Flughafenareals ein Konzept entwickelt, das in wesentlichen Teilen mit dem vom Senat am 30.04.2013 beschlossenen Masterplan für Tegel übereinstimmt.

Unser Konzept enthält 3 Schwerpunkte:

  • Erhalt und Weiterentwicklung vorhandener Freiflächen als Wald- und Erholungsflächen sowie als Strömungsfeld für ein ausgewogenes Stadtklima.
  • Flächenbereitstellung zur Ansiedlung von zukunftsweisenden Industrie- und Gewerbebetrieben mit dem Ziel, einen Technologie – Park zu errichten, derm auch Platz bietet für Forschung und Entwicklung und im Verbund mit den Berliner Hochschulen und Universitäten Raum gibt für praxisorientierte Erprobungen neuer Technologien.
  • Nutzung von Teilflächen zur Schaffung von Wohnungen am Kurt-Schumacher-Damm und in Tegel Nord für zukunftsweisende Wohnformen für Generationenhäuser und Mehrfamilienhäuser für Baugruppen.

Unter dem Begriff Tegeler Stadtheide ist das Heranführen einer Naherholungslandschaft an die Wohnquartiere am Kurt-Schumacher-Damm und der Scharnweberstraße vorgesehen. So ist gewährleistet, dass die wertvolle Flora und Fauna erhalten bleibt. Darüber hinaus sollen durch Schaffung entsprechender Wegebeziehungen die umliegenden Freiräume für Wanderer und Radfahrer in Richtung Rehberge und Tegeler See mit diesem neuen Erholungsgebiet verzahnt werden.

Ansiedlung von Unternehmen und Existenzgründern, Schwerpunktthemen Energie, Mobilität, Recycling und Wasser berücksichtigt werden. Mit der Verlagerung der Fachbereiche für urbane Technologien der Beuth Hochschule für Technik steht eine herausragender Ankermieter zur Verfügung. Am östlichen Rand des Flughafen-Areals ist ein Wohnquartier mit 5.000 Wohnungen und entsprechender Infrastruktur (Kindergärten und Schulen) auf rund 40 Hektar Fläche geplant. Bis zu 50 % der Wohnungen sollen gefördert werden, so dass eine soziale Mischung sichergestellt wird. Hier wird auch die BVV Reinickendorf und der Stadtplanungsausschuss, deren Vorsitzender ich bin, sich entschieden einbringen müssen. Als Bauherren sollen städtische Wohnungsbaugesellschaften gewonnen werden. Als westliche Abschirmung ist ein Grüngürtel von acht Hektar Fläche auf Höhe des Flughafen-Tunnels vorgesehen. Das Bebauungs-Planverfahren ist eingeleitet, so dass nach der Schließung des Flughafens der Bau von so dringend benötigtem Wohnraum begonnen werden kann.
Diese Chancen dürfen wir uns nicht entgehen lassen.

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