30 Jahre Sporteinheit – Erinnerungstagung am 16.2.2021

Eine Veranstaltung des Landessportbunds Berlin und dem Zentrum für zeithistorische Forschung Potsdam; mit einem Grußwort von mir als Sport-Staatssekretär

Teilnahme an der Veranstaltung als Livestream:
https://youtu.be/jPJysGlfUVY

Sport besaß in West- wie Ost-Berlin eine prominente Schaufensterfunktion: als attraktiver kultureller Leuchtturm in der Inselstadt auf der einen Seite, als sportliches Aushängeschild fu?r die „Hauptstadt der DDR“ auf der anderen.

Die Veranstaltung blickt zuru?ck auf den Weg in die Berliner Sporteinheit vor 30 Jahren, mit besonderem Blick auf die sportkulturell prägenden, aber historisch kaum beleuchteten Ereignisse im Handball, Basketball und Volleyball. Gerade hier kam es zu Fusionen, die Teams und Sportstandorte aus Ost und West dauerhaft zusammenfu?hrten.

Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erinnern ihren Weg in die Sporteinheit: Wie begegneten sich die Aktiven der ehemals geteilten Stadthälften und Sportwelten, wie gelang die Integration der Ligen? Welche Folgen hatte der Wandel vom „Staatssport“ zum „Vereinssport“ fu?r den Erhalt der Infrastruktur und die Bedingungen des Sporttreibens?

Nach 1990 wurden erfolgreich neue sportliche Traditionen geschaffen. Wir blicken deshalb auch auf die Bilanz im Breitensport nach 30 Jahren: Gibt es noch Unterschiede im Sportalltag? Welche Integrationsfunktion besitzt der Sport angesichts neuer gesellschaftlicher Herausforderungen?

Infos unter: www.lsb-berlin.de

Zukunftspreis des Berliner Sports an SC Siemensstadt

Der Landessportbund Berlin hat wieder den Zukunftspreis des Berliner Sports ausgelobt. Zum diesjährigen Hauptgewinner wurde der SC Siemensstadt mit seinem Youtube-Channel gekürt. Er erhält 25.000 Euro.

Mein Statement:
„Das Engagement und die Initiativen der Berliner Sportvereine sind gerade in dieser von der Corona-Pandemie geprägten Zeit von besonderer Bedeutung. Sie verweisen auf den besonderen Wert des Sports als sinnstiftendes Element unseres Lebensalltags und einer gesunden Lebensführung. Vereine sind dabei wichtige Impulsgeber für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, auch und gerade in Zeiten von Krisen wie wir sie mit den aktuellen Kontaktbeschränkungen erleben. Sie sind Anreiz und Motivation zur großen Sportgemeinde in unserer Stadt dazuzugehören und ein Beleg für die Vielfalt des Berliner Sports.“

Link zur Pressemitteilung zum Zukunftspreis des Berliner Sports

Pressemitteilung: „Berlin braucht seine Sportvereine und -verbände! Der Senat steht weiter an der Seite des organisierten Sports“

Pressemitteilung vom 27.11.2020

Bereits 206 Anträge auf Hilfe aus dem Rettungsschirm Sport gestellt

Sportstaatssekretär Aleksander Dzembritzki hat auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Landessportbundes den Vertreterinnen und Vertretern aus den Sportvereinen und -verbänden für ihr unermüdliches Engagement in der Corona-Pandemie gedankt.

„Der organisierte Sport leistet einen enormen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie und übernimmt damit eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung“, sagte Staatssekretär Aleksander Dzembritzki auf der Mitgliederversammlung.

Um die Folgen der Pandemie für den Sport abzufedern, hat der Senat im Frühsommer dieses Jahres einen „Rettungsschirm Sport“ mit einem Budget von 6 Mio. Euro eingerichtet. Weitere 2 Mio. Euro wurden mit dem „Rettungsschirm Sportmetropole“ als dringend notwendige Unterstützung für die Berliner Proficlubs und Ausrichter von Traditionsveranstaltungen zur Verfügung gestellt.

Bis Ende November wurden beim Landessportbund Berlin, der den „Rettungsschirm Sport“ verwaltet, 206 vollständige Anträge eingereicht (Hilfsgelder sind in Höhe von rund 2,4 Mio. Euro geprüft und gebilligt; bis zum heutigen Tag wurden bei 180 Anträgen rund 1,6 Mio. Euro ausgezahlt).

Die größten Einnahmeverluste sind bei den Vereinen mit Kursangeboten durch entgangene Sponsoringeinnahmen oder durch Defizite bei Startgeldern und Veranstaltungen entstanden. Die betroffenen Vereine und Verbände erhalten zunächst Abschlagszahlungen. Bis Ende Februar 2021 können beim LSB Berlin Anträge auf Erstattung aus dem Rettungsschirm Sport eingereicht werden.
„Ich halte den Sport für stark und solidarisch genug, um auch diese Krise zu meistern. Das Land Berlin wird weiter an der Seite des organisierten Sports stehen. Wir wollen dessen Funktionsfähigkeit unbedingt erhalten. Berlin braucht seine Sportvereine und -verbände unter dem Dach eines starken Landessportbundes Berlin“, sagte Staatssekretär Aleksander Dzembritzki.

Link zur Pressemitteilung vom 27.11.2020

Presse:
Inforadio: „Kein Sportverein soll verloren gehen!“ 12.11.2020

Berlin ermöglicht den stufenweisen Wiedereinstieg in den länderübergreifenden Sportbetrieb und wird mit sofortiger Wirkung die Regeln für den Kontaktsport anpassen

Sportsenator Andreas Geisel: „Das sich zurzeit rezessiv entwickelnde Infektionsgeschehen in Berlin, aber vor allem der bisher weitgehend verantwortungsvolle Umgang der Sportorganisationen und der Aktiven mit der Umsetzung der Corona-Regeln, bieten eine hohe Gewähr, dass die Infektionssituation auch bei einer weiteren Öffnung des Sportgeschehens unter Kontrolle bleibt. Ich habe deshalb meine Verwaltung beauftragt, für die nächste Senatssitzung am 21. Juli 2020 eine entsprechende Entscheidung zur Freigabe auch für den Kontaktsport (Wassersport/Rudern, Kampfsport, Fußball) vorzubereiten, sofern dieser in festen Trainingsgruppen und unter Einhaltung eines Nutzungs- und Hygienekonzepts des jeweiligen Sportfachverbandes betrieben wird.“

Zu diesen Konzepten hat es in der vergangenen Woche eine Abstimmung der Sportverwaltung mit der Sportfakultät der Humboldt-Universität gegeben, um die Anforderungen dafür zu klären. Beim Amateurfußball ist damit ab sofort voller Trainingsbetrieb erlaubt, mit dem Ziel zum Saisonbeginn im September den Wettkampfbetrieb freizugeben. Zur Kontaktverfolgung und sofortigen Eindämmung bei etwaigen Infektionsgeschehen müssen grundsätzlich Teilnehmerlisten erstellt werden.

Im Vorgriff auf diese voraussichtliche Senatsentscheidung werden aus Opportunitätserwägungen diese Festlegungen ab dem 14. Juli 2020 vorab in Kraft gesetzt. Ordnungsbehörden und die Polizei werden gebeten, ihre Ermessensspielräume entsprechend auszuschöpfen.

Petition gestartet: InklusionsSportpark für Berlin! Ein Sportpark für ALLE!

Ich unterstütze die Petition auf change.org und freue mich, wenn möglichst viele unterzeichnen und sie weiter verbreiten!

Hier geht’s zur Petition: https://www.change.org/p/andreas-geisel-inklusionssportpark-f%C3%BCr-berlin-ein-sportpark-f%C3%BCr-alle?source_location=topic_page

Die bunte und vielfältige Sportmetropole Berlin braucht einen offenen Sportpark für ALLE, den Sportler*innen, Zuschauer*innen, Mitarbeiter*innen und Anwohner*innen umfassend barrierefrei nutzen können.

Die Nutzer*innen mit und ohne Behinderung benötigen von der barrierefreien Joggingstrecke einmal um den Sportpark, über neue Sporthallen und weitere Sportplätze bis hin zu einem inklusiven Stadion-Ersatzneubau eine vielfältige Sportinfrastruktur für den Breiten-, Leistungs- und Individualsport.

Der Berliner Senat, das Abgeordnetenhaus und die Bezirksämter Pankow und Mitte sollen Folgendes bei der Umsetzung des Bauvorhabens zum InklusionsSportpark berücksichtigen:

1. Mehr Sportflächen für den organisierten Sport und den Individualsport durch Umgestaltung der gesamten Sportanlage und den Neubau des Stadions schaffen:

  • Verbesserung der Trainings- und Wettkampfflächen für die bereits vor Ort existierenden Sportarten Fußball, Hockey, Basketball, Tennis, Beachvolleyball, Volleyball, Schach, Leichtathletik, Gymnastik, Gewichtheben, Kraftsport.
  • Ausbau der barrierefreien Angebote für den Trend- und Individualsport, sowie zusätzliche barrierefreie sanitäre Anlagen und Wasserspender.
  • Bau von 2 weiteren Kunstrasen-Großspielfeldern, um den Hockeysport und den Frauen- und Mädchen-Fußballsport zu fördern, sowie verstärkt zusätzliche, inklusive Angebote auf diesen Flächen zu ermöglichen.
  • Bau von 2 Sporthallen; davon eine als Trainings- und Wettkampfhalle mit einer Kapazität von mind. 2.000 barrierefreien Zuschauerplätzen, u.a. für den Rollstuhl-, Frauen-, Kinder- und Jugend-Basketball und andere Ballsportarten auf regionalem, nationalem und internationalem Niveau. Der zweite Sporthallen-Neubau soll primär als „Forschungshalle für Inklusionssport” dienen.

2. Schaffung des „Kompetenzzentrum für InklusionsSport (KIsS)“ für die inklusive Aus- und Weiterbildung von Übungsleiter*innen und Sportlehrer*innen, insb. auch von Menschen mit Behinderungen. Das KIsS, betrieben durch den Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin e.V. und ausgewählte Inklusionssportvereine, dient auch der Organisationsentwicklung von Berliner Sportvereinen und -verbänden, sowie der Entwicklung und Erprobung neuer inklusiver Sportarten.

3. Im InklusionsSportpark müssen ausreichend Büro-, Multifunktions- und Lagerräume für die Sportvereine und -verbände, sowie Seminarräume für die Aus- und Fortbildung entstehen. Im ALBA-Zentrum, das Teil der Gesamtplanung des Sportparks ist, sollen die zahlreichen sportlichen wie gesellschaftlichen Aktivitäten des Vereins, insbesondere des Kinder- und Jugendsports, gebündelt und verortet werden.

4. Ersatz-Neubau eines inklusiven Stadions mit einer Kapazität von 20.000 Sitzplätzen für den regionalen und überregionalen Sport: Fußball, Leichtathletik, inklusive Veranstaltungen, Veranstaltungen des Breiten- und Schulsports. Erstmals soll ein Stadion entstehen, das auch jenseits der Sportflächen umfassend barrierefrei und inklusiv für ALLE Zuschauer*innen überall nutzbar ist.

5. Umwelt- und Naturschutz und Quartiersentwicklung

  • Jede zwingend notwendige Baumfällung muss durch 2 Ersatzpflanzungen im oder in unmittelbarer Nähe zum InklusionsSportpark ersetzt werden. Bei der Standortsuche (außerhalb des InklusionsSportparks) sind Anwohner*innen durch das Bezirksamt Pankow zu beteiligen.
  • Die Bauweise des Stadionneubaus führt (im Vergleich zum Ist-Zustand) zu einer deutlichen Reduktion von Licht- und Lärm-Emissionen, u.a. durch Windsegel. Ein ökologisch-nachhaltiges Energiekonzept ist zu erstellen.
  • Ein auf den ÖPNV- und Fahrradverkehr, sowie auf eine barrierefreie Zuwegung zum InklusionsSportpark und zur Max-Schmeling-Halle ausgerichtetes Verkehrskonzept ist zu erstellen, um die verkehrliche Belastung zu reduzieren.
  • Eine inklusive Bewegungskita für das Quartier, betrieben durch ansässige Sportvereine und –verbände, soll im InklusionsSportpark entstehen.

Die weitere Planung des InklusionsSportparks und die spätere Vergabe der Sportanlagen sollen im engen Austausch mit den jetzigen und zukünftigen Sportvereinen und -verbänden erfolgen.

Die Petitionseinbringer möchten, dass der InklusionsSportpark für und mit ALLEN (bisherigen und künftigen) Nutzer*innen gedacht wird: für Menschen mit körperlichen, Sinnes- und geistigen Behinderungen und psychischen Erkrankungen und ohne Behinderung im Breiten-, Leistungs-, Rehabilitations- und Individualsport.

Inklusion durch Sport und Vielfalt im Sport sollen den Grundstein des Sportparks für ALLE darstellen. Ein Sportpark für das Quartier UND für die Sportmetropole Berlin. Ein Leuchtturm für den Inklusionssport als Vorbild für viele noch zu bauende/ zu sanierende Sportstätten in Berlin und Deutschland.

Petitionsstarter:
Landessportbund Berlin e.V.
Behinderten- & Rehabilitations-Sportverband Berlin e.V.
Berliner Fußball-Verband e.V.
Berliner Leichtathletik-Verband e.V.
Tennisverband Berlin-Brandenburg e.V.
Berliner Hockey-Verband e.V.
Sportjugend Berlin
Bezirkssportbund Berlin Pankow e.V.
ALBA Berlin Basketballteam e.V.
SV Empor Berlin e.V.
SG Rotation Prenzlauer Berg e.V.
SV Pfeffersport e.V.
PSC Paralympischer Sportclub Berlin e.V.
SCL Sportclub Lebenshilfe Berlin e.V.
Netzwerk für Inklusion & Sport Berlin
TSG Break `90 Berlin-Prenzlauer Berg

Erstunterzeichnende:
Gerlinde Bendzuck, Vorsitzende der Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e.V.
Robert Brichta, Vorsitzender Sportfreunde Berlin 06 e.V.
Linus Bade und Jasper Dombrowski, Betreiber von handicap-lexikon.de
Stana Schenck, Initiatorin von wirfürvielfalt.de
Dominik Peter, Vorsitzender des Berliner Behindertenverband e.V.
Joachim Günzel, Vorsitzender Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin e. V.
Dr. Peter Sdorra, Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium &Beruf e.V.
Katharina Holl, Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V., Stellv. Vorsitzende Berliner Teilhabebeirat
Sargon Lang, Bezirksamt Spandau von Berlin / Bezirksbeauftragter für Senioren und Menschen mit Behinderungen
Stefan Schaul, Bezirksamt Treptow-Köpenick/ Bezirksbeauftragter für Menschen mit Behinderungen

Presse:
RBB24: Abriss des Jahnstadions – übertrieben oder unabdingbar? 2. Juli 2020

„Runder Tisch Sport“ berät über Auswege aus der Corona-Krise

Pressemitteilung vom 19.05.2020

Sportsenator Andreas Geisel sichert dem Sport Unterstützung zu. Verabschiedung der„Berliner Erklärung – gemeinsam für den Sport“

Auf Einladung von Sportsenator Andreas Geisel trafen sich am Nachmittag Vertreterinnen und Vertreter des Berliner Breiten-u nd Profisport per Videokonferenz zu einem Runden Tisch Sport.
Gemeinsam verständigten sich die Teilnehmenden, die unterschiedlichen Folgen der Pandemie für den Sport abzufedern. Sportsenator Andreas Geisel stellte den Vereinen und Proficlubs Details des Rettungsschirms Sport vor. Er soll die unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Berliner Sportvereine, aber auch die Proficlubs und Veranstalter von Traditionssportveranstaltungen unterstützen. Insgesamt stellt der Senat dafür über 8 Millionen Euro bereit.

Der Rettungsschirm Sport wird für gemeinnützige Sportvereine vom Landessportbund Berlin (LSB) organisatorisch umgesetzt; der LSB zahlt auch die Gelder aus. Die Antragsstellung wird der LSB über ein Onlinetool gewährleisten. Eine Antragstellung ist bis zum 28.02.2021 möglich. Der Schaden muss nachweislich nach den Einschränkungen wegen der Corona-Krise (ab 13.03.2020) entstanden sein.

„Ein gesonderter Rettungsschirm Sport für gemeinnützige Vereine ist erforderlich, weil andere Hilfsprogramme des Landes und des Bundes, die auf wirtschaftlich tätige Unternehmen ausgerichtet sind, hier nicht greifen“, sagte Sportsenator Andreas Geisel.

Die entstandenen Schäden – zum Beispiel entgangene Einnahmen wegen gekündigter Mitgliedsbeiträge, weggefallener Kursgebühren, Erlöse aus Veranstaltungen oder aus Fort- und Weiterbildungen – müssen gegenüber dem LSB glaubhaft dargelegt werden.
Mit Blick auf den Profisport sagte Andreas Geisel: „Profisport und Sportevents in Berlin sind Aushängeschilder der Sportmetropole. Sie sorgen für sportlichen Glanz und wirtschaftlichen Mehrwert für unsere Stadt. Die bewährte Kooperation von Sport und Berliner Unternehmen müssen wir unbedingt beibehalten.”
Berlin werde in den kommenden Jahren seine Unterstützungsleistungen bei sportlichen Events ausbauen und die Sportmetropole Berlin weiterhin als wichtigen Image- und Wirtschaftsfaktor der Stadtvermarkten.

„Die Sportmetropole Berlin hat sich über viele Jahre einen exzellenten Ruf auf nationaler und internationaler Ebene erarbeitet. Das darf durch die Pandemie nicht zerstört werden. Der heutige Runde Tisch war ein wichtiges Signal an den Berliner Sport: Wir lassen Euch nicht alleine“, sagte Sportsenator Andreas Geisel.

Die Teilnehmenden des Runden Tisches Sport verabschiedeten die „Berliner Erklärung – gemeinsam für den Sport“.

Link zur Pressemitteilung vom 19.5.2020

Pressemitteilung: „Sportvereine können wieder loslegen“

Aktualisierte Verordnung zur Corona-Pandemie erlaubt Sportbetrieb in Kleingruppen im Freien. Freibäder können Ende Mai öffnen.

Sportvereine dürfen ihren Übungs- und Lehrbetrieb ab dem 15. Mai unter bestimmten Voraussetzungen wieder aufnehmen: Danach ist das kontaktlose Training im Freien bei Einhaltung der geltenden Abstandsregeln nun auch in Kleingruppen von höchstens acht Personen (einschließlich Trainerinnen und Trainer bzw. Betreuenden etc.) wieder möglich. Das hat der Senat im Zuge der Änderungen der Verordnung über die erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen.

Auch der Wettkampfbetrieb in kontaktfreien Sportarten im Freien ist ab dem 25. Mai 2020 wieder zulässig, soweit er im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzeptes des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet.

Des weiteren können Strand- und Freibäder ab dem 25. Mai 2020 geöffnet werden. Die jeweiligen Betreiber haben vor der Öffnung mit einem Nutzungs- und Hygienekonzept die Genehmigung des örtlich zuständigen Gesamtheitsamtes einzuholen.

Sportsenator Andreas Geisel: „Sport ist gerade in Zeiten von Corona für die physische und psychische Gesundheit besonders wichtig. Sport hat auch für das gesellschaftliche Miteinander eine besondere Bedeutung. Ich freue mich deshalb, dass die Berliner Vereine trotz Pandemie wieder starten können. Ich setze bei aller Freude über die Lockerung auf das Verantwortungsbewusstsein der Vereine. Der Schutz vor Infektionen darf nicht nachlassen.“
Der Senat greift das Angebot des Landessportbundes und seiner Mitgliedsorganisationen auf, die aktuellen Anforderungen für den Einstieg in den Sportbetrieb eigenverantwortlich zu organisieren.

Zudem folgt der Senat mit der Zulassung von „Geisterspielen“ dem gestrigen Beschluss der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidentinnen und –präsidenten den Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga wieder aufzunehmen. Hertha BSC und der 1. FC Union sind nun gefordert, die medizinischen und organisatorischen Vorgaben diszipliniert umzusetzen.

veröffentlicht unter: https://www.berlin.de/sen/inneres/presse/pressemitteilungen/2020/pressemitteilung.929942.php

Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus beschlossen

Aus der Sitzung des Senats am 21. April 2020

Der Berliner Senat hat heute die Änderung der Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV2 in Berlin beschlossen. Die wichtigsten Regelungen sind:

Grundsätzliches:

  • Die Berlinerinnen und Berliner sind weiter angehalten, die physisch sozialen Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren und dabei einen Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Dies gilt nicht für Ehe- oder Lebenspartnerinnen oder -partner oder Angehörige des eigenen Haushalts sowie für diejenigen, für die ein Sorge- und Umgangsrecht besteht.
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird dringend empfohlen, insbesondere in Einzelhandelsgeschäften und bei Kontakt mit Risikopersonen, um für sich und andere das Risiko von Infektionen zu reduzieren. Bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs ist ab dem 27. April 2020 eine textile Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Veranstaltungen, Versammlungen, Zusammenkünfte und Ansammlungen:

  • Veranstaltungen und Zusammenkünfte im privaten oder familiären Bereich von bis zu 20 Personen sind möglich, sofern diese aus zwingenden Gründen erforderlich sind. Hiervon erfasst sind insbesondere die Begleitung Sterbender, Trauerfeiern, Taufen und Trauungen.
  • Für ortsfeste Versammlungen unter freiem Himmel von bis zu 20 Teilnehmenden kann die Versammlungsbehörde bis zum Ablauf des 3. Mai 2020 auf Antrag Ausnahmen vom Verbot zulassen, sofern dies aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Ab dem 4. Mai 2020 sind ortsfeste Versammlungen unter freiem Himmel sowie kultisch-religiöse Veranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmenden zulässig, soweit der Mindestabstand und die Einhaltung der Hygieneregeln gewährleistet sind.

Museen und Bibliotheken:

  • Museen, Gedenkstätten und ähnliche Bildungseinrichtungen in öffentlicher und privater Trägerschaft können ab dem 4. Mai 2020 unter Einhaltung der Hygieneregeln geöffnet werden. Öffentliche Bibliotheken dürfen ab dem 4. Mai 2020 unter Einhaltung der Hygieneregeln für den Leihbetrieb geöffnet werden.

Einzelhandel:

  • Verkaufsstellen im Sinne des Berliner Ladenöffnungsgesetzes dürfen eine Verkaufsfläche von über 800 qm nicht für den Publikumsverkehr öffnen. Ausgenommen vom Verbot ist der Einzelhandel für Lebensmittel und Getränke einschließlich Spätverkaufsstellen, Abhol- und Lieferdienste, Wochenmärkte, Apotheken, Einrichtungen mit Sanitätsbedarf sowie zum Erwerb von Hör- und Sehhilfen, Drogerien, Tankstellen, Waschsalons, Reinigungen, der Zeitungsverkauf und Buchhandel, Einzelhandel für Bau-, Gartenbau- und Tierbedarf, Kfz-Handel, Fahrradgeschäfte, Handwerk und Handwerkerbedarf und Großhandel.
  • Bei der Öffnung von Verkaufsstellen mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 qm ab dem 22. April 2020 gilt für die Steuerung des Zutritts zur Sicherung ein Richtwert von maximal einer Person pro 20 m 2 Verkaufsfläche. Aufenthaltsanreize dürfen nicht geschaffen werden. Vorhandene Aufenthaltsangebote und Sitzgelegenheiten sind zu entfernen oder zu sperren.
  • Der Zutritt zu Einkaufszentren (Malls) ist vom Betreiber gesondert zu regulieren. Dabei gilt als Richtwert die Summe der maximal zulässigen Personenzahl für alle dort befindlichen Verkaufsflächen. Dazu muss der Zugang grundsätzlich nur über einen Eingang erfolgen, sofern nicht durch andere geeignete Maßnahmen sichergestellt werden kann, dass die maximal zulässige Personenzahl zu keinem Zeitpunkt überschritten wird. In den Wartebereichen dürfen sich nicht mehr als 10 Personen gleichzeitig aufhalten. In den zentralen Zugangs- und Aufenthaltsbereichen dürfen keine Aufenthaltsanreize geschaffen werden, insbesondere sind diese von Verkaufsständen freizuhalten. Vorhandene Aufenthaltsangebote und Sitzgelegenheiten müssen entfernt oder gesperrt werden.

Badeanstalten, Sportstätten und Sportbetrieb:

  • Der Betrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Fitnessstudios, Saunen, Dampfbädern, Sonnenstudios, Solarien u. ä. bleibt untersagt.
  • Erlaubt ist das kontaktlose Sporttreiben auf Sportanlagen im Freien, soweit es alleine, mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder mit einer anderen Person, ohne jede sonstige Gruppenbildung ausgeübt wird. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Die Nutzung fest installierter Sportgeräte für die individuelle Fitness (z.B. Calisthenics-Anlagen) bleibt weiterhin untersagt. Das Betreten der Gebäude zum ausschließlichen Zweck, das für die jeweilige Sportart zwingend erforderliche Sportgerät zu entnehmen bzw. zurückzustellen, ist zulässig. Umkleiden, Duschen, mit diesen verbundene WCs und sonstige Räumlichkeiten bleiben geschlossen. Gesonderte WC-Anlagen können geöffnet werden. Wiesen und Freiflächen der Sportanlage dürfen ausschließlich für die sportliche Betätigung genutzt werden. Sollten aufgrund der besonderen Beschaffenheit der Sportanlage Abstandsregelungen nicht eingehalten werden können oder durch die Nutzenden tatsächlich nicht eingehalten werden, kann die Sportanlage durch die zuständige Stelle ganz oder zeitweise gesperrt werden.

Zoo, Tierpark und Botanischer Garten:

  • Die Außenbereiche der Zoologischen Garten Berlin AG und der Tierpark-Berlin Friedrichsfelde GmbH dürfen unter Einhaltung der Hygieneregeln mit Ausnahme der Tierhäuser für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Die Außenanlagen des Botanischen Gartens dürfen unter Einhaltung der Hygieneregeln ab dem 27. April 2020 geöffnet werden.

Frisörsalons:

  • Frisöre dürfen ab dem 04. Mai 2020 wieder öffnen.

Schulen und Hochschulen:

  • Öffentliche Schulen und Schulen in freier Trägerschaft einschließlich der Einrichtungen des Zweiten Bildungsweges dürfen unter Einhaltung der Hygieneregeln ab dem 27. April 2020 für den Lehrbetrieb geöffnet werden. Näheres dazu legt die zuständige Senatsverwaltung fest. Festlegungen zur abgestuften Öffnung nach Schularten, Schulstufen, Jahrgangsstufen und Bildungsgängen sowie zur Zulässigkeit von schulischen Veranstaltungen, die außerhalb von Schulen stattfinden, werden unter Berücksichtigung der Ergebnisse einer länderübergreifenden Abstimmung getroffen. Angebote der ergänzenden Förderung und Betreuung finden nicht statt. Schülerfahrten sind weiter untersagt.
  • Prüfungen dürfen unter Beachtung der Hygieneregeln durchgeführt werden.
  • Volkshochschulen, Musikschulen, Jugendkunstschulen, Jugendverkehrsschulen, Gartenarbeitsschulen sowie freie Einrichtungen im Sinne des Schulgesetzes und Fahrschulen dürfen vorerst nicht geöffnet werden.
  • Bibliotheken und Archive der Hochschulen dürfen unter Beachtung der Hygieneregeln ab dem 27. April 2020 für den Leihbetrieb geöffnet werden.

Die Verordnung im Wortlaut

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Geisel: „Werden mit großer Solidarität den Berliner Sport durch diese schwierige Zeit bringen“

Innen- und Sportsenator Andreas Geisel betont zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus, dass auch der Berliner Sport von den eingeleiteten Maßnahmen massiv betroffen ist: „Oberste Priorität hat jetzt die Eindämmung des Virus, um dessen weitere Ausbreitung zu reduzieren und die Krankenhaus-Ressourcen zu schonen. Parallel dazu gilt es, Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft und Unternehmen zeitnah anzuschieben. Wir alle müssen aber auch Sorge dafür tragen, dass der Sport und mit ihm die vielen Berliner Vereine die notwendige Unterstützung und Hilfe erfährt.“

Von der Untersagung des Sportbetriebs auf allen öffentlichen und privaten Sportstätten, in Schwimmbädern und Fitnessstudios sind die Nutzer, Betreiber und Träger von Sportanlagen, insbesondere die Vereine und Verbände im organisierten Sport, die Berliner Proficlubs, aber auch private Sportanbieter besonders hart betroffen. Ebenso verzeichnen Sportveranstalter und deren Dienstleister durch die Absage von Veranstaltungen enorme wirtschaftliche Einnahmeausfälle bis hin zur Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Existenz.

„Für die sportaktiven Berlinerinnen und Berliner ist die aktuelle Situation eine echte Herausforderung. Ohne Sportanlagen kein Sportbetrieb, ohne Sportbetrieb ein Mangel an Alltag, Bewegung und sozialen Kontakten. Dennoch appelliere ich an die Sportgemeinde, physische Begegnungen mit Menschen möglichst zu vermeiden und die Verhaltensempfehlungen des Robert-Koch-Instituts ernst zu nehmen und sich strikt daran zu halten“, so Sportsenator Andreas Geisel weiter.

Er begrüßt die kreativen Initiativen der Vereine, die sich mit Heimtrainingsplänen oder kleineren Unterrichtseinheiten für zu Hause – wie dies inzwischen z.B. ALBA Berlin anbietet – an die jungen Nachwuchssportlerinnen und -sportler richten. „Das stimmt mich alles zuversichtlich. Ich möchte aber auch alle dazu aufrufen, ihrem Verein unbedingt die Treue zu halten. Mitgliedsaustritte würden die Situation noch verschlimmern. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam mit großer Solidarität den Berliner Sport durch diese schwierige Zeit bringen werden.“

Link zu Pressemitteilung vom 20.3.2020

Presse:
ZDF SPORTreportage: Breitensport und Corona – Vereinssterben droht; 22. März 2020

„Sport im Park“ startet in zweite Saison

Auf geht’s in die nächste Runde. „Sport im Park“ startet wieder. Wir laden auch in diesem Sommer alle bewegungsfreudigen Berlinerinnen und Berliner zu kostenlosen Sportangeboten in Parks und auf Grünflächen ein. Los geht es ab der kommenden Woche.

Informationen zu den Sportangeboten gibt es unter https://sportimpark.berlin.de

Das Programm „Sport im Park“ wird von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport finanziert und durch die „AOK Nordost-die Gesundheitskasse“ unterstützt. In dieser Saison präsentieren sich 25 Sportvereine mit über 100 attraktiven Angeboten im Grünen. Dazu sind alle und insbesondere Menschen, die sich bisher zu wenig bewegen, herzlich eingeladen. Die Programme finden an über 30 Standorten statt, erstmals sind auch der Olympiapark und der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark dabei.

Sportsenator Andreas Geisel freut sich über die Neuauflage: „Mit Sport im Park bieten wir wieder Angebote für alle Berlinerinnen und Berliner. Und das kostenfrei und flexibel. Sport und Bewegung sind gesund und machen besonders in der Gemeinschaft richtig Spaß. Daher möchte ich, dass sich die großen Sportanlagen auch für Sportinteressierte öffnen, die nicht in Sportvereinen organisiert sind.

Ich lade alle Berlinerinnen und Berliner herzlich ein die tollen Angebote auszuprobieren. Zudem bedanke ich mich vielmals bei den beteiligten Sportvereinen. Ohne diese wäre ein solches Programm nicht zu stemmen.“

Matthias Auth, Leiter Sport und Gesundheit der AOK Nordost, die in diesem Jahr Sport im Park unterstützt: „Bewegung ist für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden besonders wichtig. Das wird immer mehr Menschen bewusst. Umso mehr freuen wir uns, dass wir in diesem Jahr gemeinsam mit der Sportverwaltung zahlreiche Bewegungsangebote präsentieren können, die für alle ohne große Voraussetzungen zugänglich sind. Wir sind uns sicher, dass Sport im Park auch in diesem Jahr viele Leute für mehr Bewegung begeistert.“

Der offizielle Auftakt findet am Sonntag, 12. Mai 2019, ab 12 Uhr im Rahmen des Festes der Luftbrücke auf dem Tempelhofer Feld statt. Die Aktionsflächen von „Sport im Park“ finden Sie zwischen dem Parkeingang Tempelhofer Damm und dem Flughafengebäude.

Wir bieten an diesem Tag Informationen zum Programm sowie Sportangebote zum Mitmachen. Zwischen 12 und 19 Uhr bietet die Turngemeinde in Berlin 1848 e.V.  u.a. einen Fitnessparcours und African Dance an. Zusätzlich gibt es Basketball und Baseball  zum Mitmachen  sowie  Vorführungen im BMX und Rollerskate.