BBB: Richtfest in Wedding: Deutschlands größte Schwimmbad-Traglufthalle steht

Pressemitteilung der Berliner Bäderbetriebe: Ersatz für geschlossene Bäder in Tiergarten und Reinickendorf. Investition: Rund 2,2 Millionen Euro. Eröffnung im Dezember.

Dienstag, 12. November 2019 – Die neue Traglufthalle im Kombibad Seestraße in Wedding steht. Sport-Staatssekretär Aleksander Dzembritzki gab heute zu-sammen mit den Vorständen der Berliner Bäder-Betriebe (BBB), Dr. Johannes Kleinsorg und Annette Siering, sowie dem Geschäftsführer der Herstellerfirma Paranet-Deutschland GmbH, Jürgen Wowra, das Startsignal zur Errichtung. In kurzer Zeit wurde im Anschluss die Stützluft in die Halle geblasen.

Die wichtigste Etappe zur Inbetriebnahme der mit einer Grundfläche von 60 mal 68 Metern größte Schwimmbad-Traglufthalle Deutschlands ist damit geschafft. „Die Traglufthalle wird dringend benötigt“, erklärt Staatssekretär Dzembritzki, „denn zwei wichtige Bäder in der Nähe – das Paracelsus-Bad in Reinickendorf und das Stadtbad Tiergarten – werden zurzeit saniert und sind geschlossen.“

Unterstützt durch höhere Zuschüsse aus dem Landeshaushalt, die das Abge-ordnetenhaus für die Bäder bewilligt hat, investieren die BBB in das Projekt rund 2,2 Millionen Euro. „Die Halle ist ein zentrales Projekt für die Sanierung und Modernisierung der Berliner Bäder“, sagt Dr. Kleinsorg, „denn mit der Halle schaffen wir die Kapazitäten, um in den dringend sanierungsbedürftigen Hal-lenbädern die nötige Baufreiheit zu erreichen.“

Durch die Überkuppelung der beiden 50-Meter-Becken des Freibads an der Seestraße erhalten die BBB 2072 Quadratmetern Wasserfläche dazu. Zum Vergleich: Die jetzt geschlossenen Bäder Tiergarten und Paracelsus-Bad ver-fügen über knapp 1500 Quadratmeter Wasserfläche.

Die Traglufthalle wird aus einer vierlagigen Folienkonstruktion hergestellt und von einem Seilnetz in Form gehalten. Die Seile werden mit 131 Ankern verbun-den, die in den vergangenen Wochen in den Boden des Freibads getrieben wurden. Die Halle wird in den kommenden drei Jahren jeweils zum Ende der Freibadsaison auf- und zu Beginn der Saison wieder abgebaut. „Sind die bauli-chen Vorbereitungen einmal abgeschlossen, wird der Auf- und Abbau der Halle 2

künftig noch schneller gehen“, erläutert Annette Siering. Und weiter: „In den Sommermonaten bleibt das Freibad erhalten.“

Die Traglufthalle mieten die BBB von der Firma Paranet-Deutschland. Sie über-nimmt auch den Auf- und Abbau sowie die Wartung. Paranet-Deutschland hat bereits mehrere Traglufthallen über Schwimmbecken errichtet – unter anderem in Darmstadt und Neumünster. „Die Erfahrungen in diesen Städten waren aus-gesprochen positiv“, erklärt Paranet-Geschäftsführer Jürgen Wowra, „wir gehen davon aus, dass auch die Berlinerinnen und Berliner sagen werden: Da kanns-te nich‘ meckern.“

Nach dem Richtfest gehen die Bauarbeiten weiter. Dann werden im Inneren die technischen Anlagen installiert, u. a. für die Brandmeldeanlage und das Licht. Im Anschluss muss die Halle technisch abgenommen werden. Klappt alles wie geplant, soll die Traglufthalle Anfang Dezember eröffnen.

Sie steht dann für das Schwimmen der Schulen und Vereine zur Verfügung. Das direkt angrenzende Hallenbad an der Seestraße – es wird aktuell mehr-heitlich von Schulen und Vereinen genutzt – wird dann nahezu ausschließlich für die allgemeine Öffentlichkeit da sein. Zur Eröffnung können jedoch alle die Traglufthalle kennenlernen. Schon jetzt fest eingeplant ist ein großes Kinderfest am 8. Dezember.

„Hier an der Seestraße entsteht ein großes und umfassendes Angebot für alle Berlinerinnen und Berliner“, so Staatssekretär Dzembritzki, „so wird die Trag-lufthalle zu einem wichtigen und sichtbaren Baustein dessen, was wir im Senat und im Abgeordnetenhaus als Paradigmenwechsel für die Berliner Bäder be-zeichnen: Wir investieren nicht nur kräftig in die überfällige Sanierung und Mo-dernisierung, sondern auch in Ausweichquartiere wie diese Traglufthalle.“

Eckdaten der Traglufthalle:
Konstruktion: vier Lagen Folien, die mit einem Seilnetz am Boden ge-halten werden. Die in die Hülle eingebrachte Stützluft be-heizt zugleich den Innenraum.
Verankerung: 131 Bodenanker
Grundfläche: 60 x 68 Meter
Schwimmbecken: zwei 50-Meter-Becken
Wasserfläche: 2072 Quadratmeter
Nutzung: vornehmlich Schulen und Vereine; das Hallenbad wird weitgehend für die Öffentlichkeit reserviert. 3

Ihre Gesprächspartnerin und –partner:
Annette Siering, Vorständin Berliner Bäder-Bertriebe
Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport
Dr. Johannes Kleinsorg, Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäder-Betriebe
Michael Mohaupt, Betriebsleiter Kombibad Seestraße
Jürgen Wowra, Geschäftsführer Paranet-Deutschland

Link zur Pressemitteilung der Berliner Bäderbetriebe vom 12. November 2019

Presse:
Tagesspiegel: Im Winter ins Freibad – Berlin überspannt erstes Freibad mit Traglufthalle; 13. November 2019
Berliner Morgenpost: Weddinger Freibad jetzt auch im Winter offen; 13. November 2019

zu BBB: Traglufthalle als Ersatz für geschlossene Bäder in Tiergarten und Reinickendorf

Pressemitteilung der Berliner Bäder Betriebe vom 17. Oktober 2019:
www.berlinerbaeder.de/unternehmen/presse/pressemitteilungen/detail/baubeginn-im-wedding/

„Den ersten offiziellen Rammschlag für die neue Traglufthalle im Kombibad Seestraße wollten sie sich nicht entgehen lassen. Sport-Staatssekretär Aleksander Dzembritzki und die Vorstände der Berliner Bäder-Betriebe (BBB), Dr. Johannes Kleinsorg und Annette Siering, waren heute früh dabei, als der erste von rund 80 Ankern in den Boden des Weddinger Sommerbads getrieben wurde. Binnen weniger Wochen sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein und das neue Berliner Schwimmbad-Mekka öffnen. „Die Traglufthalle ist dringend nötig, um die Wasserflächen zu kompensieren, die zurzeit wegen der Sanierung des Stadtbads Tiergarten und des Paracelsus-Bads ausfallen“, erklärt Staatsekretär Dzembritzki.

Unterstützt durch höhere Zuschüsse aus dem Landeshaushalt, die das Abgeordnetenhaus für die Bäder bewilligt hat, investieren die BBB in das Projekt rund 2,2 Millionen Euro. „Die Traglufthalle ist ein zentrales Projekt für die Sanierung und Modernisierung der Berliner Bäder“, sagt Dr. Kleinsorg, „denn mit der Halle schaffen wir die Kapazitäten, um in den dringend sanierungsbedürftigen Hallenbädern die nötige Baufreiheit zu erreichen.“ Durch die Überkuppelung der beiden 50-Meter-Becken des Freibads an der Seestraße erhalten die BBB 2072 Quadratmeter Wasserfläche dazu. Zum Vergleich: Die jetzt geschlossenen Bäder Tiergarten und Paracelsus-Bad verfügen über knapp 1600 Quadratmeter Wasserfläche.

Die Traglufthalle wird aus einer dreilagigen Folienkonstruktion hergestellt und von einem Seilnetz in Form gehalten. Die Seile werden mit den Ankern verbunden, die nun in den Boden getrieben werden. Die Halle wird in den kommenden drei Jahren jeweils zum Ende der Freibadsaison auf- und zu Beginn der Saison wieder abgebaut. „Sind die baulichen Vorbereitungen einmal abgeschlossen und die Anker im Boden, wird der Auf- und Abbau der Halle künftig noch schneller gehen“, erläutert Annette Siering: „In den Sommermonaten bleibt das Freibad erhalten.“

Klappt alles wie geplant, ist am 12. November ein besonderer Tag in der Baugeschichte der Berliner Bäder: In weniger als zwei Stunden soll die Halle an diesem Datum mittels großer Gebläse aufgerichtet werden. „Wir feiern also quasi Grundsteinlegung und Richtfest am selben Tag“, so Dr. Kleinsorg. Vorgesehen ist, dass die Traglufthalle Anfang Dezember ihren Betrieb aufnimmt.

Sie steht dann für das Schwimmen der Schulen und Vereine zur Verfügung. Das direkt angrenzende Hallenbad an der Seestraße – es wird aktuell mehrheitlich von Schulen und Vereinen genutzt – wird dann jedoch nahezu ausschließlich für die allgemeine Öffentlichkeit da sein. „Mit diesem Projekt schaffen wir in Wedding eine sehr gute Möglichkeit für alle Kundinnen und Kunden der BBB, ausgiebig schwimmen zu können“, so Staatssekretär Dzembritzki abschließend.“

Weitere Infos:

Eckdaten der Traglufthalle:

Grundfläche:               60 x 68 Meter
Schwimmbecken:      zwei 50-Meter-Becken
Wasserfläche:            2072 Quadratmeter
Nutzung:                     vornehmlich Schulen und Vereine; das Hallenbad wird weitgehend für die Öffentlichkeit reserviert.
Errichtung:                  12. November
Off. Eröffnung:           4. Dezember

Pressebeiträge hierzu:

Süddeutsche Zeitung: Traglufthalle bringt Platz für Schulschwimmen und Vereine; 17. Oktober 2019

MOZ: Traglufthalle bring mehr Platz für Weddinger Schwimmbad; 17. Oktober 2019

Berliner Woche: Bäderbetriebe machen Freibad Seestraße durch Traglufthalle ganzjährig nutzbar; 17. Oktober 2019

Dr. Johannes Kleinsorg wird neuer Vorstandsvorsitzender der BBB

Der Aufsichtsrat der Berliner Bäder-Betriebe (BBB) hat den Vorstandsvorsitz neu besetzt.

Mit Wirkung vom 1. September 2019 wird Dr. Johannes Kleinsorg die Berliner Bäder-Betriebe als Vorstandsvorsitzender leiten. Er übernimmt damit die Nachfolge von Andreas Scholz-Fleischmann, der den Vorstandsvorsitz der Anstalt des öffentlichen Rechts bis zum 14.04.2019 innehatte.

Dr. Kleinsorg (57) ist in Göttingen geboren, studierte Volkswirtschaftslehre, Politologie und Soziologie und war seit 1998 in der Energiewirtschaft tätig, zuletzt von 2014 bis 2019 als Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Leipzig GmbH.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Bäder-Betriebe, der Senator für Inneres und Sport, Andreas Geisel, sagte bei der Vorstellung des neuen Bäderchefs: „Dr. Kleinsorg hat vielfältige Erfahrungen im Managementbereich und ist mit den nachgewiesenen Vorstandsqualitäten in mehreren großen Unternehmen eine ausgezeichnete Wahl. Die Berliner Bäder Betriebe sind für unsere Stadt von enormer Bedeutung. Wir wollen sie noch leistungsfähiger, noch verlässlicher und noch gästefreundlicher machen. Das sind große Aufgaben, für deren Erfüllung ich dem neuen Vorstandsvorsitzenden viel Erfolg wünsche.“

Andreas Geisel bedankte sich bei Andreas Scholz-Fleischmann, der die BBB seit April 2016 geführt hatte und altersbedingt ausgeschieden ist. Der Dank des Sportsenators ging auch an Annette Siering. Sie hatte nach der Abberufung von Andreas Scholz-Fleischmann die Berliner Bäder-Betriebe übergangsweise allein geleitet.

Dr. Johannes Kleinsorg übernimmt gleichzeitig die Geschäftsführung der BBB Infrastruktur-Verwaltungs GmbH, als Eigentümergesellschaft der Bäder, und wird diese gemeinsam mit der Vorständin der Berliner Bäder-Betriebe, Annette Siering, leiten.

Link zur Pressemitteilung vom 30. Juli 2019

Sanierungsfahrplan der Berliner Bäderbetriebe 2019

Die Berliner Bäder haben am 17. Januar ihren Sanierungsfahrplan für das Jahr 2019 in einer Pressekonferenz vorgestellt.

Mehrere Bäder werden für insgesamt 60 Millionen Euro saniert und müssen für längere Zeit geschlossen werden. U.a. wird das Paracelsus-Bad kernsaniert, das Stadtbad Tiergarten erhält zusätzlich eine Erweiterung der Außenanlage und das Wellenbad in Kreuzberg muss ebenfalls langwierig erneuert werden. Hinzu kommen die regulären technischen Schließzeiten im Sommer.

Mir ist wichtig, dass wir nun endlich anfangen, damit der Investitionsstau nicht noch größer wird und – wie im Fall der Schwimmhalle Holzmarktstraße – Bäder aufgrund von defekt geschlossen werden müssen. Stattdessen werden wir mit Hilfe der durch das Abgeordnetenhaus u.a. im Nachtragshaushalt zusätzlich zur Verfügung gestellten Mittel Tragluft- (Kombibad Seestraße) und Leichtbauhallen (Prinzenbad) errichten, um auch im Winter mehr als nur Schul- und Vereinsschwimmen aufrecht erhalten zu können.

Am Ende stehen moderne und attraktivere Bäder, längere Öffnungszeiten und mehr Service durch mehr Personal und neueste Technik. Ich bin zuversichtlich, dass wir die gesetzten Ziele erreichen und die Bäder zu einem erfolgreichen und kundenfreundlichen Unternehmen entwickeln werden. Diese Erwartungshaltung haben die Berlinerinnen und Berliner – und diese kommunizieren wir gegenüber dem Vorstand der BBB.

Hier finden Sie den Pressespiegel zur Berichterstattung:

MOZ: Mehrere Schwimmbäder schließen für Sanierungen; 17.1.2019

Berliner Zeitung: Millionen-Investitionen – Mehrere Bäder bald wegen Sanierungen dicht; 17.1.2019

RBB24: Diese Berliner Bäder schließen bald lange für Sanierungen; 17.1.2019

Berliner Morgenpost: Diese Berliner Bäder machen jahrelang dicht; 17.1.2019

Neues Deutschland: „Das Geld ins Wasser bringen“, 17.1.2019

Link zu den Berliner Bäderbetrieben