Berliner Bäderbetriebe: Freibad-Saison beginnt

Am kommenden Montag starten die ersten Freibäder in die Saison. Der Berliner Senat hat den Betrieb von Freibädern in seiner Corona-Rechtsverordnung ab dem 25. Mai 2020 erlaubt unter der Voraussetzung, es liegt für jedes einzelne Bad ein detailreiches Hygiene- und Nutzungskonzept vor und die jeweils zuständigen Gesundheitsämter haben das Konzept mit einer Ortsbesichtigung geprüft. Für vier Freibäder liegen aktuell die Genehmigungen vor. Unter den Bedingungen der Corona-Pandemie gelten andere Regeln.

  • Einlass ist nur möglich mit einem online erworbenen Zeitfenster-Ticket. Die Karten kosten einheitlich 3,80 pro Besuch und sind unter www.berli-nerbaeder.de erhältlich. Die Kassen in den Bädern sind geschlossen.
  • Die Zeitfenster sind von Bad zu Bad etwas unterschiedlich, in der Regel jedoch mehrere Stunden lang. Am Ende des Zeitfensters müssen alle Kundinnen und Kunden das Bad verlassen. Die Bäder schließen eine Stunde zur Reinigung und Desinfektion und öffnen danach erneut für die Kundinnen und Kunden des darauffolgenden Zeitfensters.
  • Da nicht nur die Menge der Kundinnen und Kunden auf dem Gelände der Bäder, sondern auch im Wasser streng limitiert ist, gilt: Einlasszeit ist nicht unbedingt gleich Badezeit. Mitunter müssen die Kundinnen und Kunden warten, bis ein Platz in den Becken frei ist.
  • Die Badezeit endet 30 Minuten vor Ende des Zeitfensters.
  • Duschen und Umkleiden sind geschlossen (Ausnahme: Sommerbad
  • Die Kaltduschen unter freiem Himmel sind in Betrieb und können unter Wahrung der Abstandregeln (fünf Meter) und ohne die Verwendung von Seife und Shampoo genutzt werden.
  • Alle Kundinnen und Kunden werden dringend gebeten, überall 1,5 Meter Abstand voneinander zu halten und vor dem Betreten der Becken sich die Hände mit Wasser und Seife zu waschen (Toiletten und Wasch-becken sind zugänglich).
  • In den Becken gelten besondere Schwimmregeln auf Doppelbahnen. Überholen ist nur möglich am Beckenrand, wenn die Bahn zu Ende geschwommen ist.
  • Sprungtürme, Wasserrutschen, Kinderplanschbecken und Spielplätze bleiben zunächst geschlossen.
  • Der Aufenthalt zum Sonnenbaden ist in den meisten Sommerbädern rund um die Schwimmbecken und auf den Beckenumgängen nicht möglich. Die Liegewiesen sind jedoch geöffnet – hier gilt, wie in den Berliner Grünanlagen auch, ein Mindestabstand von fünf Metern.

Die Berliner Bäder-Betriebe bitten alle Kundinnen und Kunden um Verständnis für die besonderen Regeln in Zeiten der Pandemie und werben um Rücksichtnahme aufeinander und Vernunft füreinander. Die Kolleginnen und Kollegen, die in den Bädern im Einsatz sind, können nicht gänzlich über die Einhaltung aller Regeln im Detail wachen, daher kommt es auf uns alle an: Helfen Sie bitte mit, dass wir die Bäder offenhalten können, indem Sie alle Regeln einhalten.

Die Freibäder, die am Montag öffnen werden sind:

Sommerbad Wilmersdorf mit den Zeitfenstern 7:00 bis 10:00 Uhr; 11:00 bis 15:00 Uhr und 16:00 bis 20:00 Uhr.

  • Aufgrund der besonderen baulichen Situation in diesem Bad (gute Durchlüftung) stehen hier die Umkleiden und Duschen zur Verfügung. Alle Kundinnen und Kunden werden jedoch dringend gebeten, den Mindestabstand von 1,5 Metern in den Umkleiden und fünf Metern in den Duschen einzuhalten

Sommerbad Olympiastadion mit den Zeitfenstern 7:00 bis 10:00 Uhr; 11:00 bis 15:00 Uhr und 16:00 bis 20:00 Uhr.

Sommerbad Spandau-Süd mit den Zeitfenstern 7:00 bis 10:00 Uhr; 11:00 bis 15:00 Uhr und 16:00 bis 20:00 Uhr.

Strandbad Wannsee mit den Zeitfenstern 9:00 bis 14:00 Uhr und 15:00 bis 20:00 Uhr

  • Aufgrund der besonderen Regeln und der damit verbundenen Kapazitätsgrenze bei den Besuchen können wir derzeit keinen FKK-Strand an-bieten. Wir bitten um Verständnis.

Der Webshop zum Kauf der Eintrittskarten wird in Kürze geöffnet. Er ist über die Internetseite der Berliner Bäder erreichbar. Pro Einkauf können fünf Zeit-fenster-Karten in einem Zeitraum von sieben Tagen im Voraus gekauft werden.

Außerdem sind Genehmigungen zum Betrieb erteilt für die Strandbäder Lübars, Friedrichshagen und Jungfernheide.

Alle Informationen über die Berliner Bäder finden Sie stets aktuell auf unserer App oder der Website: www.berlinerbaeder.de.

Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus beschlossen

Aus der Sitzung des Senats am 21. April 2020

Der Berliner Senat hat heute die Änderung der Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV2 in Berlin beschlossen. Die wichtigsten Regelungen sind:

Grundsätzliches:

  • Die Berlinerinnen und Berliner sind weiter angehalten, die physisch sozialen Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren und dabei einen Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Dies gilt nicht für Ehe- oder Lebenspartnerinnen oder -partner oder Angehörige des eigenen Haushalts sowie für diejenigen, für die ein Sorge- und Umgangsrecht besteht.
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird dringend empfohlen, insbesondere in Einzelhandelsgeschäften und bei Kontakt mit Risikopersonen, um für sich und andere das Risiko von Infektionen zu reduzieren. Bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs ist ab dem 27. April 2020 eine textile Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Veranstaltungen, Versammlungen, Zusammenkünfte und Ansammlungen:

  • Veranstaltungen und Zusammenkünfte im privaten oder familiären Bereich von bis zu 20 Personen sind möglich, sofern diese aus zwingenden Gründen erforderlich sind. Hiervon erfasst sind insbesondere die Begleitung Sterbender, Trauerfeiern, Taufen und Trauungen.
  • Für ortsfeste Versammlungen unter freiem Himmel von bis zu 20 Teilnehmenden kann die Versammlungsbehörde bis zum Ablauf des 3. Mai 2020 auf Antrag Ausnahmen vom Verbot zulassen, sofern dies aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Ab dem 4. Mai 2020 sind ortsfeste Versammlungen unter freiem Himmel sowie kultisch-religiöse Veranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmenden zulässig, soweit der Mindestabstand und die Einhaltung der Hygieneregeln gewährleistet sind.

Museen und Bibliotheken:

  • Museen, Gedenkstätten und ähnliche Bildungseinrichtungen in öffentlicher und privater Trägerschaft können ab dem 4. Mai 2020 unter Einhaltung der Hygieneregeln geöffnet werden. Öffentliche Bibliotheken dürfen ab dem 4. Mai 2020 unter Einhaltung der Hygieneregeln für den Leihbetrieb geöffnet werden.

Einzelhandel:

  • Verkaufsstellen im Sinne des Berliner Ladenöffnungsgesetzes dürfen eine Verkaufsfläche von über 800 qm nicht für den Publikumsverkehr öffnen. Ausgenommen vom Verbot ist der Einzelhandel für Lebensmittel und Getränke einschließlich Spätverkaufsstellen, Abhol- und Lieferdienste, Wochenmärkte, Apotheken, Einrichtungen mit Sanitätsbedarf sowie zum Erwerb von Hör- und Sehhilfen, Drogerien, Tankstellen, Waschsalons, Reinigungen, der Zeitungsverkauf und Buchhandel, Einzelhandel für Bau-, Gartenbau- und Tierbedarf, Kfz-Handel, Fahrradgeschäfte, Handwerk und Handwerkerbedarf und Großhandel.
  • Bei der Öffnung von Verkaufsstellen mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 qm ab dem 22. April 2020 gilt für die Steuerung des Zutritts zur Sicherung ein Richtwert von maximal einer Person pro 20 m 2 Verkaufsfläche. Aufenthaltsanreize dürfen nicht geschaffen werden. Vorhandene Aufenthaltsangebote und Sitzgelegenheiten sind zu entfernen oder zu sperren.
  • Der Zutritt zu Einkaufszentren (Malls) ist vom Betreiber gesondert zu regulieren. Dabei gilt als Richtwert die Summe der maximal zulässigen Personenzahl für alle dort befindlichen Verkaufsflächen. Dazu muss der Zugang grundsätzlich nur über einen Eingang erfolgen, sofern nicht durch andere geeignete Maßnahmen sichergestellt werden kann, dass die maximal zulässige Personenzahl zu keinem Zeitpunkt überschritten wird. In den Wartebereichen dürfen sich nicht mehr als 10 Personen gleichzeitig aufhalten. In den zentralen Zugangs- und Aufenthaltsbereichen dürfen keine Aufenthaltsanreize geschaffen werden, insbesondere sind diese von Verkaufsständen freizuhalten. Vorhandene Aufenthaltsangebote und Sitzgelegenheiten müssen entfernt oder gesperrt werden.

Badeanstalten, Sportstätten und Sportbetrieb:

  • Der Betrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Fitnessstudios, Saunen, Dampfbädern, Sonnenstudios, Solarien u. ä. bleibt untersagt.
  • Erlaubt ist das kontaktlose Sporttreiben auf Sportanlagen im Freien, soweit es alleine, mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder mit einer anderen Person, ohne jede sonstige Gruppenbildung ausgeübt wird. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Die Nutzung fest installierter Sportgeräte für die individuelle Fitness (z.B. Calisthenics-Anlagen) bleibt weiterhin untersagt. Das Betreten der Gebäude zum ausschließlichen Zweck, das für die jeweilige Sportart zwingend erforderliche Sportgerät zu entnehmen bzw. zurückzustellen, ist zulässig. Umkleiden, Duschen, mit diesen verbundene WCs und sonstige Räumlichkeiten bleiben geschlossen. Gesonderte WC-Anlagen können geöffnet werden. Wiesen und Freiflächen der Sportanlage dürfen ausschließlich für die sportliche Betätigung genutzt werden. Sollten aufgrund der besonderen Beschaffenheit der Sportanlage Abstandsregelungen nicht eingehalten werden können oder durch die Nutzenden tatsächlich nicht eingehalten werden, kann die Sportanlage durch die zuständige Stelle ganz oder zeitweise gesperrt werden.

Zoo, Tierpark und Botanischer Garten:

  • Die Außenbereiche der Zoologischen Garten Berlin AG und der Tierpark-Berlin Friedrichsfelde GmbH dürfen unter Einhaltung der Hygieneregeln mit Ausnahme der Tierhäuser für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Die Außenanlagen des Botanischen Gartens dürfen unter Einhaltung der Hygieneregeln ab dem 27. April 2020 geöffnet werden.

Frisörsalons:

  • Frisöre dürfen ab dem 04. Mai 2020 wieder öffnen.

Schulen und Hochschulen:

  • Öffentliche Schulen und Schulen in freier Trägerschaft einschließlich der Einrichtungen des Zweiten Bildungsweges dürfen unter Einhaltung der Hygieneregeln ab dem 27. April 2020 für den Lehrbetrieb geöffnet werden. Näheres dazu legt die zuständige Senatsverwaltung fest. Festlegungen zur abgestuften Öffnung nach Schularten, Schulstufen, Jahrgangsstufen und Bildungsgängen sowie zur Zulässigkeit von schulischen Veranstaltungen, die außerhalb von Schulen stattfinden, werden unter Berücksichtigung der Ergebnisse einer länderübergreifenden Abstimmung getroffen. Angebote der ergänzenden Förderung und Betreuung finden nicht statt. Schülerfahrten sind weiter untersagt.
  • Prüfungen dürfen unter Beachtung der Hygieneregeln durchgeführt werden.
  • Volkshochschulen, Musikschulen, Jugendkunstschulen, Jugendverkehrsschulen, Gartenarbeitsschulen sowie freie Einrichtungen im Sinne des Schulgesetzes und Fahrschulen dürfen vorerst nicht geöffnet werden.
  • Bibliotheken und Archive der Hochschulen dürfen unter Beachtung der Hygieneregeln ab dem 27. April 2020 für den Leihbetrieb geöffnet werden.

Die Verordnung im Wortlaut

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Neue Verordnung des Senats zur Corona-Krise aus der Senatssitzung vom 17. März 2020 tritt am 18. März in Kraft

veröffentlicht unter: https://www.berlin.de/…/pressem…/pressemitteilung.908282.php

Pressemitteilung vom 17.03.2020

In Ergänzung der Maßnahmen aus der Verordnung vom 14. März: „Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin“ hat der Berliner Senat heute Folgendes beschlossen:

Hinsichtlich der Regelung für Veranstaltungen und Versammlungen gibt es Ausnahmeregelungen, die die Sitzungen der Bundes-, Landes- und Bezirksparlamente sowie des Senats von Berlin, des Verfassungsgerichts von Berlin und anderer Gerichte, Gremien und Behörden von Bund und Ländern sowie anderer Stellen, die öffentlich-rechtliche Aufgaben wahrnehmen, betreffen. Für Versammlungen kann die Versammlungsbehörde in wichtigen Fällen Ausnahmen zulassen.

Auch Musikschulen, Volkshochschulen, Jugendkunstschulen und ähnliche Einrichtungen dürfen jetzt nicht mehr für den Publikumsverkehr geöffnet werden.

Gaststätten, die die Voraussetzungen einer Rauchergaststätte erfüllen, dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Das gilt neu auch für Sisha-Bars. Sonstige Gaststätten dürfen jetzt nur noch in der Zeit von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr, aber auch nur dann für den Publikumsverkehr geöffnet werden, wenn die Abstandsregeln von 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet werden. Abhol- und Lieferdienste sind weiterhin zulässig. Verboten sind jetzt auch touristische Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben.

Für den Einzelhandel gilt: ausgenommen vom Verbot der Öffnung von Verkaufsstellen ist nur der Einzelhandel für Lebensmittel und Getränke einschließlich Spätverkaufsstellen, Abhol- und Lieferdienste, Wochenmärkte, Apotheken, Einrichtungen mit Sanitätsbedarf sowie zum Erwerb von Hör- und Sehhilfen, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf und Buchhandel, Einzelhandel für Bau-, Gartenbau- und Tierbedarf, Fahrradgeschäfte, Bestattungsunternehmen, Handwerk und Handwerkerbedarf und Großhandel. Eine Öffnung der genannten Einrichtungen erfolgt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen.
Für Badeanstalten, Sportstätten und Sportbetrieb gilt neu dass Ausnahmen für die Öffnung von Sportstätten, Badeanstalten und Sportbetrieb in besonders begründeten Einzelfällen ausschließlich durch schriftliche Genehmigung der für Sport zuständigen Senatsverwaltung zugelassen werden.

Personaleinsatz in Krankenhäusern: Krankenhäuser müssen, soweit medizinisch vertretbar, grundsätzlich alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe aussetzen, soweit dadurch personelle und sonstige Kapazitäten für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 oder Verdacht hierauf freigesetzt werden können.

Veränderungen bei den Besuchsregelungen in Krankenhäusern und Hospizen: Patientinnen und Patienten in Einrichtungen der Sterbebegleitung sowie Bewohnerinnen und Bewohner von solchen Einrichtungen und Sterbende unterliegen keinen Beschränkungen für den Empfang von Besuch. Gebärende dürfen sich zur Geburt in einem Krankenhaus von einer Person eigener Wahl begleiten lassen. Neugeborene und deren Mütter dürfen einmal am Tag von einer Person für eine Stunde Besuch empfangen, allerdings nicht von Kindern unter 16 Jahren, ausgenommen Geschwister des Neugeborenen, oder von Menschen mit Atemwegsinfektionen. Besuche von mit der Seelsorge betrauten Personen sind, gegebenenfalls unter Auferlegung erforderlicher Verhaltensmaßregeln, stets zulässig.

Vom Senat ist weiterhin beschlossen worden, dass staatliche, private und konfessionelle Hochschulen einschließlich ihrer Einrichtungen nicht für den Präsenzlehrbetrieb und nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden dürfen. Bibliotheken dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Onlinedienste können angeboten werden. Mensen des Studierendenwerks dürfen nicht geöffnet werden. Das gilt auch für außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Land Berlin, ungeachtet ihrer Rechtsform.

Die Verordnung tritt am 18. März 2020 in Kraft, sie tritt mit Ablauf des 19. April 2020 außer Kraft.

Der vollständige Wortlaut der Verordnung unter folgendem Link

zu BBB: Traglufthalle als Ersatz für geschlossene Bäder in Tiergarten und Reinickendorf

Pressemitteilung der Berliner Bäder Betriebe vom 17. Oktober 2019:
www.berlinerbaeder.de/unternehmen/presse/pressemitteilungen/detail/baubeginn-im-wedding/

„Den ersten offiziellen Rammschlag für die neue Traglufthalle im Kombibad Seestraße wollten sie sich nicht entgehen lassen. Sport-Staatssekretär Aleksander Dzembritzki und die Vorstände der Berliner Bäder-Betriebe (BBB), Dr. Johannes Kleinsorg und Annette Siering, waren heute früh dabei, als der erste von rund 80 Ankern in den Boden des Weddinger Sommerbads getrieben wurde. Binnen weniger Wochen sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein und das neue Berliner Schwimmbad-Mekka öffnen. „Die Traglufthalle ist dringend nötig, um die Wasserflächen zu kompensieren, die zurzeit wegen der Sanierung des Stadtbads Tiergarten und des Paracelsus-Bads ausfallen“, erklärt Staatsekretär Dzembritzki.

Unterstützt durch höhere Zuschüsse aus dem Landeshaushalt, die das Abgeordnetenhaus für die Bäder bewilligt hat, investieren die BBB in das Projekt rund 2,2 Millionen Euro. „Die Traglufthalle ist ein zentrales Projekt für die Sanierung und Modernisierung der Berliner Bäder“, sagt Dr. Kleinsorg, „denn mit der Halle schaffen wir die Kapazitäten, um in den dringend sanierungsbedürftigen Hallenbädern die nötige Baufreiheit zu erreichen.“ Durch die Überkuppelung der beiden 50-Meter-Becken des Freibads an der Seestraße erhalten die BBB 2072 Quadratmeter Wasserfläche dazu. Zum Vergleich: Die jetzt geschlossenen Bäder Tiergarten und Paracelsus-Bad verfügen über knapp 1600 Quadratmeter Wasserfläche.

Die Traglufthalle wird aus einer dreilagigen Folienkonstruktion hergestellt und von einem Seilnetz in Form gehalten. Die Seile werden mit den Ankern verbunden, die nun in den Boden getrieben werden. Die Halle wird in den kommenden drei Jahren jeweils zum Ende der Freibadsaison auf- und zu Beginn der Saison wieder abgebaut. „Sind die baulichen Vorbereitungen einmal abgeschlossen und die Anker im Boden, wird der Auf- und Abbau der Halle künftig noch schneller gehen“, erläutert Annette Siering: „In den Sommermonaten bleibt das Freibad erhalten.“

Klappt alles wie geplant, ist am 12. November ein besonderer Tag in der Baugeschichte der Berliner Bäder: In weniger als zwei Stunden soll die Halle an diesem Datum mittels großer Gebläse aufgerichtet werden. „Wir feiern also quasi Grundsteinlegung und Richtfest am selben Tag“, so Dr. Kleinsorg. Vorgesehen ist, dass die Traglufthalle Anfang Dezember ihren Betrieb aufnimmt.

Sie steht dann für das Schwimmen der Schulen und Vereine zur Verfügung. Das direkt angrenzende Hallenbad an der Seestraße – es wird aktuell mehrheitlich von Schulen und Vereinen genutzt – wird dann jedoch nahezu ausschließlich für die allgemeine Öffentlichkeit da sein. „Mit diesem Projekt schaffen wir in Wedding eine sehr gute Möglichkeit für alle Kundinnen und Kunden der BBB, ausgiebig schwimmen zu können“, so Staatssekretär Dzembritzki abschließend.“

Weitere Infos:

Eckdaten der Traglufthalle:

Grundfläche:               60 x 68 Meter
Schwimmbecken:      zwei 50-Meter-Becken
Wasserfläche:            2072 Quadratmeter
Nutzung:                     vornehmlich Schulen und Vereine; das Hallenbad wird weitgehend für die Öffentlichkeit reserviert.
Errichtung:                  12. November
Off. Eröffnung:           4. Dezember

Pressebeiträge hierzu:

Süddeutsche Zeitung: Traglufthalle bringt Platz für Schulschwimmen und Vereine; 17. Oktober 2019

MOZ: Traglufthalle bring mehr Platz für Weddinger Schwimmbad; 17. Oktober 2019

Berliner Woche: Bäderbetriebe machen Freibad Seestraße durch Traglufthalle ganzjährig nutzbar; 17. Oktober 2019

„Sport im Park“ startet in zweite Saison

Auf geht’s in die nächste Runde. „Sport im Park“ startet wieder. Wir laden auch in diesem Sommer alle bewegungsfreudigen Berlinerinnen und Berliner zu kostenlosen Sportangeboten in Parks und auf Grünflächen ein. Los geht es ab der kommenden Woche.

Informationen zu den Sportangeboten gibt es unter https://sportimpark.berlin.de

Das Programm „Sport im Park“ wird von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport finanziert und durch die „AOK Nordost-die Gesundheitskasse“ unterstützt. In dieser Saison präsentieren sich 25 Sportvereine mit über 100 attraktiven Angeboten im Grünen. Dazu sind alle und insbesondere Menschen, die sich bisher zu wenig bewegen, herzlich eingeladen. Die Programme finden an über 30 Standorten statt, erstmals sind auch der Olympiapark und der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark dabei.

Sportsenator Andreas Geisel freut sich über die Neuauflage: „Mit Sport im Park bieten wir wieder Angebote für alle Berlinerinnen und Berliner. Und das kostenfrei und flexibel. Sport und Bewegung sind gesund und machen besonders in der Gemeinschaft richtig Spaß. Daher möchte ich, dass sich die großen Sportanlagen auch für Sportinteressierte öffnen, die nicht in Sportvereinen organisiert sind.

Ich lade alle Berlinerinnen und Berliner herzlich ein die tollen Angebote auszuprobieren. Zudem bedanke ich mich vielmals bei den beteiligten Sportvereinen. Ohne diese wäre ein solches Programm nicht zu stemmen.“

Matthias Auth, Leiter Sport und Gesundheit der AOK Nordost, die in diesem Jahr Sport im Park unterstützt: „Bewegung ist für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden besonders wichtig. Das wird immer mehr Menschen bewusst. Umso mehr freuen wir uns, dass wir in diesem Jahr gemeinsam mit der Sportverwaltung zahlreiche Bewegungsangebote präsentieren können, die für alle ohne große Voraussetzungen zugänglich sind. Wir sind uns sicher, dass Sport im Park auch in diesem Jahr viele Leute für mehr Bewegung begeistert.“

Der offizielle Auftakt findet am Sonntag, 12. Mai 2019, ab 12 Uhr im Rahmen des Festes der Luftbrücke auf dem Tempelhofer Feld statt. Die Aktionsflächen von „Sport im Park“ finden Sie zwischen dem Parkeingang Tempelhofer Damm und dem Flughafengebäude.

Wir bieten an diesem Tag Informationen zum Programm sowie Sportangebote zum Mitmachen. Zwischen 12 und 19 Uhr bietet die Turngemeinde in Berlin 1848 e.V.  u.a. einen Fitnessparcours und African Dance an. Zusätzlich gibt es Basketball und Baseball  zum Mitmachen  sowie  Vorführungen im BMX und Rollerskate.

Special Olympics – Jahr des Aufbruchs

2018 sei ein Jahr des Aufbruchs, resümmierten die Delegierten bei der Mitlgiederversammlung von Special Olympics Deutschland am 24. November und SOD-Präsidentin Christiane Krajewski fügte hinzu: „Dieser 13. November, der Tag der Vergabe der Weltspiele, ist zugleich Startpunkt für die einmalige Chance, in den kommenden Jahren die Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung in der Gesellschaft zu verankern. Wir sehen uns in unserem langem Bemühen um Inklusion im und durch Sport bestätigt und bestärkt.

Mein Grußwort bei der Mitgliederversammlung von SOD am 24.11.2018; Foto: SOD

In meinem anschließenden Grußwort blickte ich u.a. auch noch mal auf die Entstehung unsererBewerbung zurück: Der Freude über die Ausrichtung im Sommer 2023 war ein intensiver Prozess vorausgegangen. Ein wichtiger Meilenstein war u.a. das Bitbook, mit dem wir uns für die Ausrichtung der World Summer Games 2023 beworben haben.

Dieser Weg muss nun intensiv fortgeführt werden. Und ich werde mich dafür einsetzen, dass SOD die notwendige Unterstützung von Seiten des Senats bekommt. Schließlich soll unser Veranstaltungskonzept, das mit einem umfangreicheren Host-Town-Konzept auch alle anderen Bundesländer einbezieht, nur der Beginn eines Weges werden, hin zur inklusiven Gesellschaft – nicht nur in Berlin, sondern in ganz Deutschland.

Ich freue mich daher, dass der Bund seine Finanzierungszusage bekräftigt und wie das Land Berlin ca. 35 Millionen Euro zur Verfügung stellen wird.

Presse:

SOD: 2018 – Ein Jahr des Aufbruchs und neuer Perspektiven; 24. November 2018

Broschüre zu Deutschlands größter Sportstudie – 83 Prozent der Berlinerinnen und Berliner sind sport- und bewegungsaktiv

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport hatte in Zusammenarbeit mit dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg im November 2017 rund 63.000 Berlinerinnen und Berliner aufgerufen, sich an der Sportstudie Berlin zu beteiligen. Ziel von Deutschlands größter Sportstudie war es, das Sport- und Bewegungsverhalten der Berliner Bevölkerung konkret zu erfassen und bei der künftigen Sport- und Stadtentwicklungsplanung zu berücksichtigen. Mehr als 13.000 Berlinerinnen und Berliner haben sich an der Umfrage beteiligt.

Nun liegen die Endergebnisse in Form einer umfassenden Broschüre vor.

Zentrale Punkte sind:

  1. Berlin ist mit einer Aktivenquote von 83 % (2006 = 72 %) eine der sport- und bewegungsaktivsten Städte Deutschlands.
  2. Sport- und Bewegungsaktivitäten in Berlin sind vielfältig. Aktuell werden über 180 verschiedene Sport- und Bewegungsformen betrieben.
  3. Sport und Bewegung ist nicht nur auf speziellen Anlagen, sondern im gesamten Stadtbild vertreten.
  4. Knapp drei Viertel der Sport- und Bewegungsaktivitäten (74 %) organisieren die Berlinerinnen und Berliner selbst.
    5. über 70 % der Berlinerinnen und Berliner wünschen sich Investitionen in den vorhandenen Anlagenbestand sowie in den Neubau von Sport- und Bewegungsgelegenheiten.

Sport-Staatssekretär Aleksander Dzembritzki zu den Ergebnissen der aktuellen Sportstudie: „Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, die Sport- und Bewegungsinfrastruktur in unserer Stadt breit aufzustellen. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Sportmetropole Berlin auch künftig durch eine große Vielfalt an Sport- und Bewegungsaktivitäten geprägt ist. Vor dem Hintergrund unserer wachsenden Stadt ist das eine anspruchsvolle Zukunftsaufgabe, die es gemeinsam anzugehen gilt“

Die Broschüre mit den detaillierten Endergebnissen der Sportstudie steht unter https://www.berlin.de/sen/inneres/sport/sportstudie/ zum Download zur Verfügung.

Bereits im Frühjahr dieses Jahres wurden die Zwischenergebnisse durch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport vorgestellt.

Link zur Pressemitteilung auf SenInnDS.de