Geisel: „Werden mit großer Solidarität den Berliner Sport durch diese schwierige Zeit bringen“

Innen- und Sportsenator Andreas Geisel betont zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus, dass auch der Berliner Sport von den eingeleiteten Maßnahmen massiv betroffen ist: „Oberste Priorität hat jetzt die Eindämmung des Virus, um dessen weitere Ausbreitung zu reduzieren und die Krankenhaus-Ressourcen zu schonen. Parallel dazu gilt es, Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft und Unternehmen zeitnah anzuschieben. Wir alle müssen aber auch Sorge dafür tragen, dass der Sport und mit ihm die vielen Berliner Vereine die notwendige Unterstützung und Hilfe erfährt.“

Von der Untersagung des Sportbetriebs auf allen öffentlichen und privaten Sportstätten, in Schwimmbädern und Fitnessstudios sind die Nutzer, Betreiber und Träger von Sportanlagen, insbesondere die Vereine und Verbände im organisierten Sport, die Berliner Proficlubs, aber auch private Sportanbieter besonders hart betroffen. Ebenso verzeichnen Sportveranstalter und deren Dienstleister durch die Absage von Veranstaltungen enorme wirtschaftliche Einnahmeausfälle bis hin zur Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Existenz.

„Für die sportaktiven Berlinerinnen und Berliner ist die aktuelle Situation eine echte Herausforderung. Ohne Sportanlagen kein Sportbetrieb, ohne Sportbetrieb ein Mangel an Alltag, Bewegung und sozialen Kontakten. Dennoch appelliere ich an die Sportgemeinde, physische Begegnungen mit Menschen möglichst zu vermeiden und die Verhaltensempfehlungen des Robert-Koch-Instituts ernst zu nehmen und sich strikt daran zu halten“, so Sportsenator Andreas Geisel weiter.

Er begrüßt die kreativen Initiativen der Vereine, die sich mit Heimtrainingsplänen oder kleineren Unterrichtseinheiten für zu Hause – wie dies inzwischen z.B. ALBA Berlin anbietet – an die jungen Nachwuchssportlerinnen und -sportler richten. „Das stimmt mich alles zuversichtlich. Ich möchte aber auch alle dazu aufrufen, ihrem Verein unbedingt die Treue zu halten. Mitgliedsaustritte würden die Situation noch verschlimmern. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam mit großer Solidarität den Berliner Sport durch diese schwierige Zeit bringen werden.“

Link zu Pressemitteilung vom 20.3.2020

Presse:
ZDF SPORTreportage: Breitensport und Corona – Vereinssterben droht; 22. März 2020

Neue Verordnung des Senats zur Corona-Krise aus der Senatssitzung vom 17. März 2020 tritt am 18. März in Kraft

veröffentlicht unter: https://www.berlin.de/…/pressem…/pressemitteilung.908282.php

Pressemitteilung vom 17.03.2020

In Ergänzung der Maßnahmen aus der Verordnung vom 14. März: „Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin“ hat der Berliner Senat heute Folgendes beschlossen:

Hinsichtlich der Regelung für Veranstaltungen und Versammlungen gibt es Ausnahmeregelungen, die die Sitzungen der Bundes-, Landes- und Bezirksparlamente sowie des Senats von Berlin, des Verfassungsgerichts von Berlin und anderer Gerichte, Gremien und Behörden von Bund und Ländern sowie anderer Stellen, die öffentlich-rechtliche Aufgaben wahrnehmen, betreffen. Für Versammlungen kann die Versammlungsbehörde in wichtigen Fällen Ausnahmen zulassen.

Auch Musikschulen, Volkshochschulen, Jugendkunstschulen und ähnliche Einrichtungen dürfen jetzt nicht mehr für den Publikumsverkehr geöffnet werden.

Gaststätten, die die Voraussetzungen einer Rauchergaststätte erfüllen, dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Das gilt neu auch für Sisha-Bars. Sonstige Gaststätten dürfen jetzt nur noch in der Zeit von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr, aber auch nur dann für den Publikumsverkehr geöffnet werden, wenn die Abstandsregeln von 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet werden. Abhol- und Lieferdienste sind weiterhin zulässig. Verboten sind jetzt auch touristische Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben.

Für den Einzelhandel gilt: ausgenommen vom Verbot der Öffnung von Verkaufsstellen ist nur der Einzelhandel für Lebensmittel und Getränke einschließlich Spätverkaufsstellen, Abhol- und Lieferdienste, Wochenmärkte, Apotheken, Einrichtungen mit Sanitätsbedarf sowie zum Erwerb von Hör- und Sehhilfen, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf und Buchhandel, Einzelhandel für Bau-, Gartenbau- und Tierbedarf, Fahrradgeschäfte, Bestattungsunternehmen, Handwerk und Handwerkerbedarf und Großhandel. Eine Öffnung der genannten Einrichtungen erfolgt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen.
Für Badeanstalten, Sportstätten und Sportbetrieb gilt neu dass Ausnahmen für die Öffnung von Sportstätten, Badeanstalten und Sportbetrieb in besonders begründeten Einzelfällen ausschließlich durch schriftliche Genehmigung der für Sport zuständigen Senatsverwaltung zugelassen werden.

Personaleinsatz in Krankenhäusern: Krankenhäuser müssen, soweit medizinisch vertretbar, grundsätzlich alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe aussetzen, soweit dadurch personelle und sonstige Kapazitäten für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 oder Verdacht hierauf freigesetzt werden können.

Veränderungen bei den Besuchsregelungen in Krankenhäusern und Hospizen: Patientinnen und Patienten in Einrichtungen der Sterbebegleitung sowie Bewohnerinnen und Bewohner von solchen Einrichtungen und Sterbende unterliegen keinen Beschränkungen für den Empfang von Besuch. Gebärende dürfen sich zur Geburt in einem Krankenhaus von einer Person eigener Wahl begleiten lassen. Neugeborene und deren Mütter dürfen einmal am Tag von einer Person für eine Stunde Besuch empfangen, allerdings nicht von Kindern unter 16 Jahren, ausgenommen Geschwister des Neugeborenen, oder von Menschen mit Atemwegsinfektionen. Besuche von mit der Seelsorge betrauten Personen sind, gegebenenfalls unter Auferlegung erforderlicher Verhaltensmaßregeln, stets zulässig.

Vom Senat ist weiterhin beschlossen worden, dass staatliche, private und konfessionelle Hochschulen einschließlich ihrer Einrichtungen nicht für den Präsenzlehrbetrieb und nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden dürfen. Bibliotheken dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Onlinedienste können angeboten werden. Mensen des Studierendenwerks dürfen nicht geöffnet werden. Das gilt auch für außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Land Berlin, ungeachtet ihrer Rechtsform.

Die Verordnung tritt am 18. März 2020 in Kraft, sie tritt mit Ablauf des 19. April 2020 außer Kraft.

Der vollständige Wortlaut der Verordnung unter folgendem Link

Jahn-Sportpark bleibt grüne Sportanlage

Pressemitteilung vom 11.03.2020

In den vergangenen Wochen gab es vermehrt Berichte über den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, in denen von der „Zerstörung einer Parkanlage“, vom „Kahlschlag“ der Bäume bis hin zur Errichtung zusätzlicher Kfz-Parkplätze berichtet wurde. Diese Behauptungen sind irreführend und entsprechen nicht der wirklichen Situation.

Beim Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark geht es um die Entwicklung und Modernisierung einer zentralen Sportanlage in unserer Stadt, die täglich von vielen Menschen für den Vereins- und Freizeitsport genutzt wird. Das Gelände soll in den kommenden Jahren zu einem Inklusionssportpark weiter entwickelt werden – also für gemeinsames Sporttreiben von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Der Jahn-Sportpark ist kein gewöhnlicher Freizeit- und Erholungspark im Sinne einer reinen Grünanlage. Er ist und bleibt eine Sportanlage. Dazu gehören natürlich auch Bäume und Grünflächen
Schon heute steht fest, dass der Baumbestand im Jahn-Sportpark von zentraler Bedeutung ist. Anders als öffentlich behauptet, wird kein Kahlschlag stattfinden. Die Bäume an den Außengrenzen sowie im Eingangsbereich Cantianstraße bleiben erhalten und werden nicht gefällt. Wenn im Zuge des Stadionneubaus Bäume gefällt werden müssen, gibt es selbstverständlich Ausgleichsmaßnahmen wie z.B. Neupflanzungen. Alle gesetzlichen Bestimmungen werden eingehalten.

Darüber hinaus ist geplant, das Dach des neuen Stadions für Photovoltaik und Solarthermie zu nutzen, die Dächer der sonstigen Gebäude zu begrünen sowie das Regenwasser der gesamten Anlage und der Max-Schmeling-Halle in Zisternen zu sammeln und dieses für die Bewässerung von Grünanlagen zu nutzen. Über weitere ökologische Maßnahmen, z.B. begrünte Fassaden, wird im weiteren Planungsprozess entschieden.
Es ist auch beabsichtigt, an allen Zugängen zum Sportpark Fahrradabstellanlagen zu errichten sowie alle heute verstreut auf dem Gelände vorhandenen PKW-Stellplätze zu beseitigen und eine neue, zentrale und barrierefreie Stellplatzkapazität zu schaffen. In welcher Form dies geschieht – ob in einem Parkhaus, einer Tiefgarage oder einem Parkdeck unter einem Fußballplatz – ist noch nicht entschieden.Dies geschieht im weiteren Planungsverfahren. Mit dieser Maßnahme sollen bisher fürs Parken genutzte Flächen für den Sport – und somit für die Menschen – nutzbar gemacht werden.
Außerdem wird im weiteren Verfahren ein veranstaltungsbezogenes Verkehrskonzept für das Große Stadion und die Max-Schmeling-Halle entwickelt, um die Belastungen durch Parksuchverkehr für Anwohnende zu reduzieren.

Zurzeit wird die Machbarkeitsstudie über die Zukunft des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks aus dem Jahr 2014 überarbeitet. Bei dieser handelt es sich lediglich um eine Studie und nicht um eine feststehende Planung. Ziel der gerade stattfindenden Überarbeitung ist es, die unterschiedlichen Bedarfe und Wünsche der verschiedenen Nutzerinnen und Nutzer zu erkennen, damit sie in der weiteren Planung berücksichtigt werden können.

Grundlage für das weitere Verfahren ist ein breit angelegter, transparenter Beteiligungsprozess. Im Rahmen der Bedarfserfassung wurden Anwohnende und Sporttreibende über eine Onlinebeteiligung auf www.mein.berlin.de einbezogen. Organisierte Interessengruppen, wie Bürgerinitiativen oder das Quartiersmanagement, erhielten die Möglichkeit in Gesprächen ihre Vorstellungen einzubringen. Der in Vereinen und Verbänden organisierte Sport, die Bezirke Pankow und Mitte, die Senatsverwaltungen für Bildung, Jugend und Familie sowie für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hatten über Fragebögen und/oder Workshops die Möglichkeit, Ihre Anforderungen und Wünsche zu benennen. Außerdem wird der Behinderten- und Rehabilitationssportverband an der Entscheidungsfindung für die Neugestaltung der Inklusionssportanlage beteiligt.

Die Ergebnisse aller Beteiligungsformate werden jetzt aufbereitet, priorisiert und im Anschluss veröffentlicht. Dieses Verfahren soll bis zum Sommer abgeschlossen sein.

Ab Oktober soll mit bauvorbereitenden Maßnahmen für den Stadionersatzneubau begonnen werden. Dieser ist notwendig, um das Stadion modern und barrierefrei zu gestalten. Auch das Umfeld profitiert durch geringe Lärm- und Lichtimmission. Der Abriss beginnt voraussichtlich im Winter 2020/21. Erst nach dem Neubau des Stadions wird der übrige Teil des Jahn-Sportparks umgestaltet.

veröffentlicht unter: https://www.berlin.de/sen/inneres/presse/pressemitteilungen/2020/pressemitteilung.905677.php

Grußwort zu den Special Olympics Wintergames 2020 in Berchtesgaden

Liebe Sportfreunde,

zu den nationalen Winterspielen von Special Olympics Deutschland wird Sportdeutschland den Blick in der ersten Märzwoche auf die Athletinnen und Athleten in Berchtesgaden richten. Mit ihren sportlichen Leistungen und mit ihrer Begeisterung werden sie dem sportlichen Miteinander von Menschen mit geistiger Behinderung eine starke Stimme geben.

Jeder und jede Einzelne hat für diese nationalen Winterspiele hart trainiert. Ich wünsche allen Aktiven sehr, dass sie ihre persönlichen Ziele erreichen und trotz des sportlichen Ehrgeizes die Freude am Miteinander während und außerhalb der Wettkämpfe genießen werden. Das Gesundheits- und Rahmenprogramm werden dazu viele Gelegenheiten bieten.

Nach den Winterspielen in Berchtesgaden wird die Special Olympics-Familie im Jahr 2022 in Berlin erwartet. Die nationalen Sommerspiele von Special Olympics Deutschland werden uns zusammen mit den Special Olympics World Summer Games 2023 dabei helfen,  Berlin zu einer inklusiven Stadt zu entwickeln. Wir wollen ein Fest der Lebensfreude, Toleranz und Verständigung feiern.

Allen Teilnehmenden an den nationalen Winterspielen 2020 in Berchtesgaden wünsche ich viel Erfolg und viele schöne Erlebnisse. Genießen Sie die Winterspiele!

Aleksander Dzembritzki
Staatssekretär für Sport des Landes Berlin

veröffentlicht unter: www.so-bb.de